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Ringreiten
Das Ringreiten ist vermutlich aus dem
Lanzenstechen der Ritter entstanden und wird heute noch im
norddeutschen Raum praktiziert.
Beim Ringreiten geht es darum, einen über der Reitgasse hängenden
Ring zu treffen und mit einer kleinen Lanze aus der Halterung zu
ziehen. Einfach ist das Ganze nicht, denn es passiert alles im
Galopp.
Einige Veranstalter sind jedoch so großzügig und lassen bei uns Trabern auch einen angemessenen Renntrab zu. Danke !
:o)
Das Ringreiten variiert von Region zu Region, so gibt es Gegenden in
denen tatsächlich noch Lanzen eingesetzt werden und auch die Regeln
sind zum Teil etwas anders. Mal hat der Ring einen Durchmesser von
ca. 5 cm, manchmal ist er auch kleiner. Meistens wird ein
Ringstecher benutzt. Dieser Ringstecher besteht aus einem Griff und
einer 15 bis 20 cm langen Lanze. Zwischen der Lanze und dem Griff
ist eine Platte angebracht, die die Hand vor Verletzungen schützen
soll.
Das Ringreiten wird manchmal in unterschiedliche Gruppen wie Kinder,
Jugendliche und Erwachsene sowie in Pony oder Pferd unterteilt. Für
diese Gruppen und ihre individuelle Reichweite wird dann die Höhe
ermittelt in der die Ringe aufgehängt werden.
Das Ringreiten beginnt mit einem Probedurchgang im Schritt und/oder
Trab. Hierbei
klopfen die Reiter der Reihe nach mit ihren Ringstechern an die
Ringhalterung um den Pferde das Geräusch zu zeigen. Anschließend
versuchen die Reiter in 12 Durchritten möglichst viele Ringe zu
treffen. Dabei müssen die Pferde eine festgelegte Strecke
galoppieren, fällt das Pferd in den Trab oder fällt der Ring zu
Boden zählt der Ring als nicht getroffen. Ein gutes Auge und eine
ruhige Hand sowie ein ruhiges und zuverlässiges Pferd mit einer
möglichst langsamen und gleichmäßigen Galoppade sind hierbei sehr
hilfreich.
Beim Ringreiten wird um den Königstitel geritten, wobei der König im
heimischen Verein bleibt und zusätzlich der beste Fremdreiter
ermittelt wird. Meistens wird der König in einem Stechen ermittelt.
Im Stechen wird der Schwierigkeitsgrad erhöht in dem mit der linken
Hand gestochen oder die Gasse von der anderen Seite her durchritten
werden muss, manchmal auch beides.
Außerdem gibt es noch das Mannschaftsringreiten, bei dem mehrere
Vereine gegeneinander antreten. Am wichtigsten bei jedem Ringreiten
ist der Spaß und das gesellige Zusammensein der Reiter ohne
jegliches Konkurrenzdenken. Vermutlich sind deshalb auch
Ringreitturniere immer ein beliebter Publikumsmagnet. |
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